„Das ist schon ein dicker Batzen, der da auf uns zukommt.“ Wie die Energiekrise kleine Betriebe in Konstanz trifft

Durch die steigenden Strom- und Heizkosten kommen auf uns alle in diesem Winter höhere Energiekosten zu. Das trifft neben den Haushalten vor allem kleine Handwerksbetriebe, wie Bäcker:innen oder Friseur:innen.
Das Bild zeigt Bäcker Akim Zuck.
Akim Zuck vom Backstüble Zuck und Kaun. Foto: Wiebke Wetschera
So trifft die Krise eine Friseurin und einen Bäcker in Konstanz

Mit Mehrkosten für Strom in Höhe von 12.000 Euro in jeder Filiale und zusätzlich 18.000 Euro für das Heizöl in der Produktion kommt auf Akim Zuck, Leiter vom Backstüble Zuck und Kaun, „ein dicker Batzen“ zu. Er sagt: „Durch die Kostenexplosion stehen wir vor dem Problem, dass wir entweder durch zu hohe Preise die Verbraucher verlieren oder die Betriebe sich selber schwächen und dadurch in der Existenz gefährdet werden.“

Angelina Milos rauben die steigenden Energiekosten den Schlaf. Sie ist Inhaberin vom Friseursalon Rosy in der Konstanzer Altstadt. „Wir sind so im Minus durch Corona, dass wir null Puffer haben“, sagt die Friseurin und alleinerziehende Mutter. „Man würde es noch hinkriegen, wenn wir die Bude voll hätten. Jetzt, wie es weitergeht, weiß ich nicht.“

Karsten Neuhoff leitet die Abteilung Klimapolitik beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Für ihn ist klar: In diesem Winter und auch langfristig müssen wir alle mehr Gas sparen – mindestens 20 Prozent. Mit der Gaspreisbremse soll der Anreiz zum Energiesparen erhalten bleiben. „Das ist in dieser Lösung sehr wirtschaftlich attraktiv für alle. Wenn ich Gas spare, spare ich sehr viel Geld ein.“