Jetzt mal im Ernst, was denkt ihr euch eigentlich dabei?

Die Klimaaktivist:innen der Letzte Generation haben sich kürzlich auf Straßen festgeklebt und damit den Verkehr in Berlin und München lahmgelegt. Ihre radikalen Aktionen polarisieren die Gesellschaft. Unser Autor findet: Die Proteste verfehlen das Ziel.
Das Bild zeigt eine Illustration des Kolumnentitels.
Grafik: Alexander Wucherer

Eine Vorbemerkung: Es ist im Dezember 2022 fast schon anrührend, dass über Sinn und Unsinn der Aktionen der Letzten Generation und Co. diskutiert wird. Zeigt es doch, dass dieser recht überschaubare Kreis von Aktivist:innen das wichtigste Thema der Menschheit vehement in den Diskurs trägt.

Aber jetzt mal im Ernst, es ist zum Verzweifeln mit diesen verzweifelten Menschen, die sich für den Erhalt einer einigermaßen bewohnbaren Erde stark machen. Dass sie verzweifelt sind, entsetzt, wütend, deprimiert, ist nur verständlich. Man sieht und hört ihnen die empfundene Ohnmacht an, auf Bildern und in Interviews: Grimmige Gesichter, bissige Wortwahl.

Gleichfalls verständlich ist, dass ihre Aktionen radikaler werden. Die fehlende gesellschaftliche Aufmerksamkeit gegenüber friedlichen Protesten von Fridays for Future ist ihnen eine Lehre: Es nutzt nichts, harmlos Schildchen zu tragen, in Konferenzen und Talkshows zu argumentieren. Also die Vorschlaghammer-Methode. 

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