Raus aus der Medienflut

Was nutzt es, die alltägliche Gewalt auf der Welt live zu beobachten? Die Folgen davon sind Angst, Misstrauen und Wut. Um dem zu entkommen, plädiert unser Kolumnist Oliver Wnuk für einen bewussteren Umgang mit negativen Nachrichten.
Das Bild zeigt das Logo zur Kolumne: ein Gesicht mit Megafonen an den Ohren, dazu der Titel Wnuk denkt laut.

Ein älterer Schauspielkollege, der für mich bislang immer einen recht geerdeten Eindruck gemacht hatte, fragte mich neulich während einer Drehpause, ob ich mich denn schon ausreichend auf den möglichen Blackout vorbereitet hätte. 

Das beunruhigte mich so sehr, dass ich noch am selben Abend einen Campingherd, ein Dutzend Butan-Kartuschen, Taschenlampen, einmal mit Solar- und, falls sich die Sonne doch verdunkeln sollte, sicherheitshalber noch einmal mit Kurbelantrieb bestellt habe. 

Jetzt noch drei Eimer Wasser für die Toilettenspülung bereithalten und mindestens 50 Liter Trinkwasser sowie haltbare Lebensmittel, Klopapier und Medikamente gegen … ja, gut, erstmal gegen alles Mögliche. 

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