Allgemeine Probleme sind das eine, aber wo hakt es an den einzelnen Schulen? In den Freifeldantworten unserer Umfrage haben die Schüler:innen konkrete Mängel in ihren Schulgebäuden benannt. Wir dokumentieren die Antworten, damit sichtbar wird, wo aus Sicht der Schüler:innen konkret gehandelt werden sollte.
Das sagen Schüler:innen des Ellenrieder Gymnasium
„Die Wand am Ellenrieder im Altbau ist komplett durchlöchert die Tische sind dreckig und nasty, wie sonst was. Und durchgehend Baulärm, wo man sich nicht konzentrieren kann.“
„Bitte Ellenrieder Gymnasium kriegt eure Toiletten in Griff💔“

Das sagen Schüler:innen des Suso Gymnasium
„Fehlende Technik und fehlender Platz um konzentriert zu lernen. Die meisten lernen lieber außerhalb der Schule, da es an Räumen zum lernen fehlt. Das Suso hat nicht mal einen einzigen Raum zum Lernen. Die Klassenzimmer verfügen auch nicht über gute und funktionierende Technik.“
„Es sind tolle Lehrkräfte (wenn auch nicht alle) vor Ort und das Gebäude ist schön, jedoch ist es alt und im Altbau ist die Technik oft kaputt. Ebenso sind Klassenräume klein. Außerdem sind die ganzen Gerüste (am Suso) sehr im Weg und kein schöner Anblick.“
„Der Leistungsanspruch ist höher als an anderes Schulen in Konstanz. Dafür herrscht am Suso eine sehr familiäre Grundstimmung.“
„Was sollen die Lehrer:innen bzw. was soll die Schulleitung tun, wenn die Stadt Konstanz dem Suso nicht genug Geld bereitstellt? Aber Hauptsache die Geschwister Scholl Schule wird gefördert. Meist kann dann der Raum gewechselt werden, oder eine Person, die sich mit der Technik auskennt, komm vorbei. Aber man verliert immer Unterrichts Zeit.“
„Also ich geh aufs Suso und ich finde, dass es vor allem im Hinblick auf die Inneneinrichtung noch Verbesserungspotenzial gibt.“

In den nächsten Wochen berichten wir in mehreren Beiträgen über das Thema Schulen im karla magazin. Die geplanten Beiträge sind:
Warum funktionierende Schulbauten wesentlich sind für unsere Demokratie. Ein Kommentar. (12.5.)
Warum Schulen Journalismus brauchen. Eine Einordnung. (14.5.)
Und jetzt? Interview mit Bürgermeister Andreas Osner und Bildungs-Amtsleiter Frank Schädler über die Ergebnisse der Schüler:innen-Befragung. (Erscheinungstermin noch offen)
Estland, Finnland, Kanada, Schweiz: Was machen andere Länder besser in der Organisation von Schulbau? Und was könnte Deutschland davon lernen? Ein konstruktiver Blick nach vorne.
Das sagen Schüler:innen des Humboldt Gymnasium
„Es gibt keine Wasserspender und die Bibliothek ist viel zu klein und es sind immer Vkl Klassen oder Ähnliches da, weshalb man sich nicht richtig konzentrieren kann. Des weiteren gibt es auch keine anderen Möglichkeiten konzentriert in der Schule zu lernen. Das Schulhaus hat überhaupt keine Möglichkeiten sich hinzusetzen, vor allem in Freistunden. Es ist für mich fast unmöglich in den Pausen aufgrund eines längeren Weges nach Hause zu kommen, so mit muss ich mich immer irgendwo reinsetzen und das geht in der Schule nicht. Möglichkeiten wie die Mensa sind ja leider geschlossen. Bibliothek kann man kaum benutzen.“
„Toiletten am Humboldt sind dumm räudig im Vergleich zum Ellenrieder zum Beispiel.“
„Im Humboldt gibt es weder Sitzmöglichkeiten im Gang noch einen ruhigen Raum, da die Bibliothek, welche eigentlich ruhig sein sollte durch den VKL Unterricht genutzt wird. WLAN gibt es nicht für Schüler, welches im ganzen Schulhaus funktioniert. Die gegebenen Schulipads sind zudem veraltet. Die eigenen besseren Geräte darf man nicht benutzen. Sinn? Die Wasserspender, die seit mehreren Wochen kaputt sind wurden bisher noch nicht repariert. Das heißt, es gibt keine Möglichkeit seine Flasche aufzufüllen außer auf dem Klo, welches auch eher unhygienisch erscheint.“
„DAS MENSA ESSEN IST SCHLECHT!!!! AvH Konstanz“

Das sagen Schüler:innen der Wessenberg Schule
„Die Wessenberg Schule ist extrem alt, Heizungen funktionieren manchmal nicht. Fenster sind nicht wirklich dicht. Bei den Toiletten der Jungs will ich erst gar nicht anfangen.“
„Es gibt wenig Möglichkeiten in den Pausen in Ruhe zu arbeiten, viele Lehrer kommen noch nicht mit der Technik zurecht Toiletten sind oft verstopft und allgemein merkt man, dass die aktuelle Wessenberg in einem alten Zustand ist. Die Schule hält die Wetterbedingungen nicht aus wir haben es im Sommer viel zu heiß und im Winter viel zu kalt. Sehr altes Hellhöriges Gebäude, welches nicht auf dem neusten Stand der Technik ist.“
„Das Landratsamt als Träger der Wessenberg Schule investiert einfach keinen Cent mehr, die Schulleitung ist bemüht aber chancenlos.“
„Wessenberg kann sich Geld sparen bei Putzkräften und die gleich feuern, die Schule ist extrem dreckig und die Toiletten sehen aus als ob die nie gereinigt werden.“
Im Hinblick auf den Zustand der Wessenbergschule ist es wichtig zu wissen, dass derzeit ein neues Berufsschulzentrum gebaut wird. Ab 2027 sollen die ersten Schüler:innen dort unterrichtet werden, die Fertigstellung des letzten Bauabschnitts dauert allerdings bis 2030. In die alten Schulgebäude wird deshalb kaum noch etwas investiert. Der Schulträger hier ist der Landkreis Konstanz.

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