Das Foto zeigt wie Marco von CorrelAid an einem Datensatz arbeitet.

„Es sollte verständlich sein, aber es wird nicht immer vollständig sein.“ 

Die Analyse von Millionen von Daten bietet viele Möglichkeiten für den Journalismus. Wie nutzt man das Potenzial ohne Fehlinterpretation zu provozieren? Im Interview geben Marco und Zoé von CorrelAid Konstanz Einblick in den richtigen Umgang mit Datensätzen.
Wiebke ist Journalistin aus Leidenschaft. Gemeinsam mit Michael leitet…

Marco Lax und Zoé Wolter gehören zum Local Chapter von CorrelAid e. V. in Konstanz. Gemeinsam mit etwa 20 anderen widmen sie sich Datenprojekten in der Region. CorrelAid wurde 2015 als überparteiliches, gemeinnütziges Netzwerk von Data-Science-begeisterten Menschen in Konstanz gegründet.

karla: Was ist der spannendste Datensatz, in dem ihr bisher gearbeitet habt oder noch arbeiten werdet?

Marco: Bei mir sind es die Daten über die Stolpersteine in Konstanz. Bevor ein Stolperstein gesetzt wird, wird immer so viel wie möglich über die Person recherchiert. Wo hat die Person gewohnt, was waren ihre Stationen in der Verfolgung? Wohin ist sie geflüchtet? Was war ihr Beruf? Und das liegt halt bisher auf einem lokalen PC gespeichert. Aus diesen Biografien erstellen wir einen Datensatz, um sie für künftige Generationen aufzubewahren. Am Ende ist es zwar eine große Datenmenge mit 250 Einträgen über die Personen, aber es sind halt Einzelschicksale. Das finde ich schon immer sehr spannend bei Daten, dass hinter jedem Datenpunkt jemand steht. Da merkt man, wie nah einem Daten auch persönlich kommen können.

Guter Journalismus ist wertvoll

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