Die Krise und das Notwendige

Mit der Corona-Pandemie ist bei mir das Gefühl entstanden, dass ich von nun an in Krisenzeiten lebe. Ich habe auch das Gefühl, dass sich das so schnell nicht wieder ändern wird. Mit Blick auf zukünftige Jahrzehnte übe ich mich darin, mich auf anhaltende Herausforderungen einzustellen und die „Krise“ als Dauerzustand anzunehmen.

Ein Essay von

karla vereint vieles von dem, was Moritz begeistert: das Lokale, das…

Es ist November 2022. Ich sitze mit einer Tasse Tee und einem Stück Kuchen in einem Café und frage mich, inwiefern sich unsere Gesellschaft in einer Krise befindet. Krise, was heißt das eigentlich? Der Begriff taucht in jüngster Zeit an allen Ecken auf und vielleicht ist allein das schon der Beleg dafür, dass wir uns in einer Krise befinden: Wir spüren es.

Die Krise

Dem Philosophen Antonio Gramsci zufolge besteht die Krise in der Tatsache, „dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann“. In dem Sinne ist eine Krise ein Moment, in dem wir uns keinen Ausweg vorstellen können. Wir wissen, dass wir nicht weitermachen können, wie gehabt, ohne unsere eigene Lebensgrundlage zu zerstören, wissen aber nicht, wie eine Abkehr von der schleichenden Selbstzerstörung tatsächlich gelingen kann.

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