Wie viel Gerechtigkeit steckt im städtischen Haushalt?

Gerechtigkeit ist ein umfassender Begriff. Sie beschreibt das Prinzip, dass jede Person das erhält, was ihr zusteht. Aber wer entscheidet das? Und was bedeutet das für die Verteilung der Gelder aus dem städtischen Haushalt? Ein Essay über Gerechtigkeit und ihre Grenzen.
Die Grafik illustriert die Verteilungsgerechtigkeit im städtischen Haushalt.
Grafik: Alexander Wucherer

Das Prinzip der Gerechtigkeit beeinflusst unsere Gesellschaft und die Werte, in denen wir aufwachsen. Von klein auf lernen wir, dass es gemein ist, jemand anderem etwas wegzunehmen. Wir lernen, dass es unfair ist, wenn jemand zwei Stücke Kuchen bekommt, alle anderen aber nur eins. Gleichzeitig gerät unsere Gesellschaft immer wieder an ihre Grenzen: Was als gerecht gilt und was nicht, kann sehr unterschiedlich verstanden werden. Es gibt Interpretationsspielraum, der immer wieder für Debatten sorgt. Und so finden sich Themen wie Gendergerechtigkeit, Lohngerechtigkeit und Bildungschancen in politischen Diskussionen wieder.

Der städtische Haushalt ist ein gutes Beispiel, um diese Grenzen aufzuzeigen. Einer Stadt oder Kommune steht für die Jahresplanung ein gewisser Geldbetrag zur Verfügung. Diesen Betrag gilt es, gerecht zu verteilen. Das entscheidet in letzter Instanz der Gemeinderat. Es gibt also kein Gesetz, das besagt, wer wie viel bekommt. 

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